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Heimlich Pulverlöscher PL2D
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Heimlich Pulverlöscher PL6LM
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Heimlich Pulverlöscher PL9LM
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Jockel Pulverlöscher P12J55
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Brände mit Pulverlöscher schnell eingrenzen und löschen

Aus einem Schwelbrand kann sich innerhalb weniger Minuten ein Feuer entwickeln, das den ganzen Raum in Flammen setzt. Da bleibt keine Zeit, erst einen Eimer mit Wasser volllaufen zu lassen, um damit das Feuer zu löschen. Außerdem eignet sich Wasser auch nicht für das Löschen aller Arten von Bränden. Deshalb sind im gewerblichen und industriellen Umfeld Feuerlöscher gesetzlich vorgeschrieben. Für Privatwohnungen gilt diese Feuerlöscherpflicht zwar nicht, sinnvoll ist die Anschaffung eines Feuerlöschers aber trotzdem. Wenn ein entstehender Brand nicht innerhalb von ca. 40 Sekunden gelöscht werden kann, bleiben nur die Flucht und das Warten auf die Feuerwehr.

Was ist ein Pulverlöscher?

In dem Behälter des Pulverfeuerlöschers befindet sich das Löschpulver, das in seiner Konsistenz an Backpulver oder Mehl erinnert, und Kohlendioxid als Treibmittel. Man unterscheidet die Bauarten zwischen Dauerdrucklöschern und Aufladefeuerlöscher unterscheiden. Bei dem Dauerdrucklöscher befindet sich das Löschpulver mit dem Kohlendioxid gebrauchsfertig gemischt unter hohem Dauerdruck im Behälter des Feuerlöschers. Der Behälter eines Aufladelöschers ist in zwei Komponenten geteilt. In der Hauptkammer befindet sich das Löschpulver, in der in einer Kartusche innerhalb des Löschers das Treibmittel. Erst bei Betätigung des Feuerlöschers oder durch Drücken des Schlagknopfes wird die Trennwand zwischen diesen beiden Kammern aufgebrochen, damit Gas und Pulver sich vermischen können. Diese Aufladelöscher sind etwas teurer in der Anschaffung, aber einfacher zu lagern und günstiger in der Wartung.

Für welche Brandklassen eignen sich Pulverlöscher?

Je nach Löschmittel können mit einem Feuerlöscher unterschiedliche Brände gelöscht werden. Je nach Art der Brandgefährdung bzw. brennbarem Stoff wird von bestimmten Brandklassen gesprochen.
  • Brandklasse A: Feststoffe, außer Metall
  • Brandklasse B: Flüssigkeiten
  • Brandklasse C: Gase
  • Brandklasse D: Metalle
  • Brandklasse F: Fette und Öle

Für welche Art von Bränden das jeweilige Gerät geeignet ist, ergibt sich aus dem Aufdruck der Brandklasse(n) auf dem Feuerlöscher. Pulverlöscher decken die Brandklassen A, B und C ab.Daher werden sie auch als ABC-Löscher bezeichnet.

Brände der Klasse D (Metallbrände)benötigt man spezielle Pulverfeuerlöscher, die mit einem Metalllöschpulver gefüllt sind.

Wie funktioniert die Löschwirkung eines Pulverlöschers?

Wird die Löschpistole des Pulverlöschers betätigt, treibt das Kohlendioxid das Löschmittel aus der Auslassöffnung. Bei einem Glutbrand schmilzt ein Teil des Löschmittels und legt sich als Schicht auf die Glut, der damit die Sauerstoffzufuhr abgeschnitten wird. Hat der Brand schon Flammen entwickelt, erstickt das Löschpulver den Brand durch eine chemische Reaktion. Es unterbricht den Verbrennungsprozess. Man nennt dies eine antikatalytische Reaktion.

Wo kann ein Pulverlöscher eingesetzt werden?

Aufgrund der breiten Abdeckung von Brandklassen, sind Pulverlöscher vielseitig einsetzbar. Dennoch wird der Einsatz von Pulverlöschern eher in folgenden Bereichen empfohlen:
  • Außenbereichen
  • Garagen
  • Industrieumgebung
  • Heizungsanlagen
  • Fahrzeugen

Grund dafür ist die starke Verbreitung des Pulvers. Dies ist in geschlossenen Räumen aus zwei Gründen sehr ungünstig. Erstens wird durch diese Wolke die Sicht und damit die Orientierung im Raum erschwert oder gar unmöglich gemacht. Das kann für den Löschenden sehr gefährlich werden. Zweitens dringt das Löschpulver wirklich auch noch in die kleinste Ritze. Damit ist es nach dem Löschen nur sehr schwer wieder zu entfernen. Trotz gründlicher Reinigung findet monatelang noch Reste des Löschpulvers im Raum. Es dringt auch in die Lüftungsschlitze oder andere Öffnungen elektrischer Geräte ein und führt dort oft zu Kurzschlüssen und damit zur Zerstörung des Gerätes. Daher ist bei einem Einsatz eines Pulverlöschers in geschlossenen Räumen der Schaden durch das Löschpulver mitunter als der durch das Feuer entstandene. Pulverlöscher sind meist im industriellen Umfeld notwendig und werden als Auflage zum Brandschutz auferlegt.Für Wohnungen empfehlen wir daher den Kauf von Schaumlöschern. Wer auf Fettbrände vorbereiten sein möchte, sollte zu Fettbrandlöschern greifen. Sie weisen eine leichte Löschwirkung gegenüber brennenden Feststoffen (A) und Flüssigkeiten (B) sowie eine sehr gute Löschleistung gegenüber Fetten (F) auf.
Pulverlöscher Auswahl

Wie bedient man einen Pulverlöscher?

Die Bedienung eines Pulverlöschers ist sehr einfach. Zuerst muss der Sicherungsstift herausgezogen werden. Bei Aufladelöscher muss eventuell zusätzlich der Schlagknopf oben auf dem Löscher gedrückt werden. Dann richtet man die Auslassöffnung auf das Feuer. Ein genaues Zielen ist mit einem Pulverlöscher nicht möglich. Daher reicht es, die Öffnung in Richtung des Brandherdes zu halten. Durch Drücken der Löschpistole tritt das Löschpulver aus. Man muss darauf achten, immer mit der Windrichtung zu löschen, damit das Löschpulver nicht wirkungslos vom Brandherd weggetrieben und das giftige Rauchgas auf einen zugetrieben wird. Das Feuer wird von vorne nach hinten gelöscht. Handelt es sich um einen vertikalen Brand, löscht man von unten nach oben. Sind mehrere Feuerlöscher vorhanden, sollten sie gleichzeitig, nicht hintereinander genutzt werden. Damit erzielt man eine größere Wirkung. Bei allen Löscharbeiten muss immer ein ausreichender Abstand zum Brandherd eingehalten werden. Das Kohlendioxid des Feuerlöschers treibt das Löschpulver mindestens sechs Meter weit. Es besteht also keine Notwendigkeit, zum Löschen nahe an das Feuer heranzugehen.

Was unterscheidet den Pulverlöscher von Schaumlöschern?

Die Vorteile des Pulverlöschers:

  • Pulver ist als Löschmittel haltbarer als das Löschmittel Schaum.
  • Im Gegensatz zu einem Schaumlöscher können Pulverlöscher auch bei brennenden Gasen eingesetzt werden.
  • Pulverlöscher sind haben einen breiteren Funktionsbereich: Sie können bei bis zu -30°C gelagert werden.

Die Nachteile des Pulverlöschers:

  • Pulverlöscher haben eine größere Streuung als Schaumlöcher. Es wird also mehr Löschleistung gebraucht als bei anderen Feuerlöschern.
  • In geschlossenen Räumen nimmt die Wolke aus Löschpulver dem Löschenden die Sicht.
  • Das Pulver des Pulverlöschers erzeugt eine starke Verschmutzung und kann auch elektrische Geräte schädigen.

Welcher Feuerlöscher ist der richtige für mich?

Für den Einsatz in Privatwohnungen und Büros ist der Schaumlöscher das optimale Produkt. Mit diesem speziellen Schaum können brennende Feststoffe und Flüssigkeiten gelöscht werden. Mit einem Schaumlöscher kann man gezielt der Brandherd besprühen und er löscht nahezu rückstandsfrei. Schaum lässt sich deutlich leichter entfernen als Pulver. Allerdings darf er auf keinen Fall bei Fettbränden eingesetzt werden. Hierzu sollte ein spezieller Fettbrandlöscher angeschafft werden. Dieser Fettbrandlöscher eignet sich auch zum Löschen anderer, im privaten Umfeld vorkommender Brände.

Pulverlöscher müssen überall dort eingesetzt werden, wo die Gefahr von brennenden Gasen besteht. Man spricht dann auch von einer erhöhten Brandgefährdung. Gibt es hier Auflagen bezüglich des Brandschutzes, sind in solchen Fällen meist auch zusätzliche Maßnahmen nach ASR A2.2 gefordert. In privaten Bereichen sollten Pulverlöscher nur außerhalb von Wohnbereichen verwendet werden. Wenn es um die Abschätzung der notwenigen Löscheinheiten (LE) geht, sollte je 50 qm gefährdeter Bereich ein Löscher mit 6 LE bereitgestellt werden. Bei einer Füllmenge von 6 Litern liegen Oulverlöscher in der Regel bei 10 Löscheinheiten.

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