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Smart Home Rauchmelder Teil 1

Last Updated on 9. April 2021 by Sebastian Fischer

Der Markt der Rauchmelder hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt und so gab es auch große Entwicklungen im Bereich der Smart Home Rauchmelder. Aus diesem Grund starten wir heute eine Reihe in der es ausschließlich um smarte Rauchmelder geht. In diesem Beitrag wollen wir uns die bekanntesten Systeme am Markt anschauen und Vor- und Nachteile beleuchten.

Wo liegt der Unterschied zwischen Smart Home Rauchmelder und Funkrauchmeldern?

Bei Funkrauchmeldern findet immer die Kommunikation zwischen den Meldern statt, d.h. im Falle eines Alarms löst er Melder der den Brand erkannt hat alle anderen Meldern aus.

Bei den meisten Smart Home Systemen ist dies anders. Sobald hier Rauchmelder einen Brand erkennt, löst dieser einen Alarm aus und teilt dies der Zentrale mit. Je nach Hersteller stößt dann die Zentrale einen Alarm bei allen anderen Meldern an und gibt eine Meldung an eine App oder andere Aktoren wie zum Beispiel eine Sirene an. Durch die Ansteuerung von Aktoren ergeben sich vielen Möglichkeiten. So zum Beispiel kann das Smart Home System bei Auslösen eines Rauchmelders das Licht anschalten und die Rollläden hochfahren.

Wo liegen die Vorteile von smarten Rauchmeldern?

Einer der wohl größten Vorteile solcher Systeme ist, wie bereits angeschnitten, die Möglichkeit der Auslösung einer „Kettenreaktion“. Ein weiterer Vorteil solcher smarten Systeme liegt in der Alarmierung via App. Sobald ein Melder Rauch erkennt wird eine Meldung an die App gesendet, die den Inhaber frühzeitig alarmiert.

Ein weiterer Pluspunkt ist die vielfältige Nutzung von Rauchmelder in solchen Systeme. So kann ein Rauchmelder nicht nur als Rauchmelder eingesetzt werden, sondern auch als Innensirene. Sobald ein Öffnungskontakt im System bei aktivierter Alarmfunktion auslöst, können dann die Rauchmelder einen Alarm auslösen.

Die wohl wichtigste Information bei einem Feueralarm ist die Frage nach dem „WO ?“. Da bei der Einrichtung eines Smart Home Systems in der Regel den Rauchmelder, wie auch allen anderen Komponenten“ ein Ort zugeteilt wird, kann man bei einem Alarm sofort sehen, welcher Melder in welchem Raum ausgelöst hat. So kann schnell gehandelt werden und unter Umständen das Feuer in seiner Entstehungsphase noch gelöscht werden.

Alle Vorteile auf einen Blick

  1. Auslösung von Kettenreaktion (Licht an, Rollläden hoch)
  2. Information auf dem Smartphone
  3. Einsatz als zum Beispiel Innensirene
  4. schnelle Ortung des auslösenden Melders

Welche Smart Home Systeme mit Rauchmeldern gibt es am Markt?

Bei dieser Frage muss man im wesentlichen zwischen Hersteller und System unterscheiden. Zum einen gibt es die großen Anbieter wie Bosch Smart Home, Telekom Magenta Smarthome, Homematic oder Innogy. Dies Anbieter setzen im wesentlichen auf Ihre eigenen in sich geschlossenen Systeme mit Schnittstelle an andere. So bietet Bosch zum Beispiel eine Schnittstelle zu Philips Hue, Apple HomeKit, Hey Google und Alexa. Weiter Anbindungen gibt es derzeit nicht bei Bosch. Ähnlich verhält es sich auch bei den beiden anderen Anbietern. So liegt der Nachteil bei diesen Systeme in der begrenzten Erweiterbarkeit, der Vorteil jedoch in der stabilen und zuverlässigen Funktion. Auf die einzelnen Vor- und Nachteile dieser Systeme gehen wir in einem späteren Blogbeitrag ein.

Neben diesen großen Anbieter gibt es jedoch auch andere Systeme zu denen es meist mehrere Anbieter gibt und somit eine größere Flexibilität bieten. Hier sei zuerst das wohl am weitesten verbreitete System „Z-Wave“ genannt.

Z-Wave

Bei „Z-Wave“ handelt es sich um einen Kommunikationsstandard der 2001 von zwei dänischen Ingenieuren entwickelt wurde. Mit inzwischen mehr als 2100 zertifizierten Produkten von verschiedenen Herstellern ist Z-Wave der am weitesten verbreitete Standard im Bereich Smart Home. Anfänglich waren Z-Wave Systeme nur etwas für Bastler. Seit der Einführung von Z-Wave Plus und der Smart Home Software Z-Way ist dieses System deutlich benutzerfreundlicher geworden. Erfahrungen und etwas Entdeckergeist sollte man bei diesem System mitbringen.

ZigBee

Den Standard ZigBee gibt es seit 2002 und wurde durch die ZigBee-Allianz gegründet und wurde von mehr als 230 Unternehmen gegründet. Das wohl bekannteste Unternehmen dürft hierbei der Leuchtmittelhersteller Phillips sein. Gerade im Bereich der Lichtsteuerung hat ZigBee eine weite Verbreitung und so setzten auch Ikea auf dieses System. Im Bereich der Rauchmelder ist Zigbee nicht weit verbreitet und so gibt es nur einen kleine Hand voll Hersteller die auf dieses System setzen.

EnOcean

Tatsächlich ist EnOcean nicht besonders weit verbreitet, hat jedoch einen unglaublich interessanten Ansatz. Zu erzeugen zum Beispiel EnOcean Schalter die Energie für das Funksignal beim Drücken des Schalters selbst. Anderen Komponenten bedienen sich des Sonnenlichtes. Gegründet wurde EnOcean 2001 und ist ein durch Wagninskapital finanziertes Unternehmen von Siemens.  Derzeitig verfügbare smarte Rauchmelder mit EnOcean Technologie sind uns leider nicht bekannt.

KNX

Begründet wurde der KNX Standard von Berker, Jung, Gira, Merten und Siemens im Jahr 1990 und zählt damit zu den am längsten am Markt vertretenen Standards.

Homematic

eQ-3 wurde 2007 von der ELV Electronic AG gegründet und vertreibt seine Produkte unter anderem unter der Marke Homematic. Unter anderem fertigt eQ-3 auch Smart Home Produkte für Bosch, Lidl (Silvercrest), Innogy und Qivicon. Alles in allem hat eQ-3 einen Marktanteil in Europa von ca. 40%. Homematic benutzt zur Kommuinikation der Komponenten untereinander ein eigenes Protokoll und kann somit nur mit Homemativ Komponenten betrieben werden.  Verfügbar sind derzeit die Produktlinien Homematic, Homematic IP (für Einsteiger optimiertes System) und Homematic Wired (kabelgebundene Version über die Elektroverteilung).

In den folgenden Blogbeiträgen werden wir auf die einzelnen Systeme genauer eingehen und Komponenten vorstellen.

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Sebastian Fischer

Sebastian Fischer

Sebastian Fischer ist seit 2009 im Onlinehandel mit Schwerpunkt Sicherheitstechnik und Brandschutzprodukte tätig. Seit 2011 Geschäftsführer und Inhaber der Firma Rauchmelder-Experten.de, ist er mit Herz und Seele im Bereich privater und gewerblicher Brandschutz unterwegs. Natürlich ist hat er die Zertifizierung zur Fachkraft für Rauchwarnmelder erfolgreich absolviert und erneuert diese regelmäßig. Mit Projekten wie www.buschi-wird-feuerwehrmann.de versucht er, das Thema Brandprävention auch im Umfeld von Kinder zu etablieren.

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