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Rauchmelderpflicht NRW–Der neueste Stand

Fotolia_35533747_XSAb 2013 soll es auch in NRW die Rauchmelderpflicht geben, die rot-grüne Landesregierung konnte nun auch die letzten Details, die Finanzierung, klären. Mieter und Vermieter sollen sich in Zukunft die Kosten für die Anschaffung, Installation und Wartung der Melder teilen. Örtliche Feuerwehren begrüßen die geplante Pflicht, berichtet RP Online.

Es gilt das so genannte „Vermieter-Mieter-Modell“. Dies besagt, dass Hauseigentümer für die Erstausstattung der Wohnungen mit Rauchmeldern zuständig sind. Mieter übernehmen dann die weitere Instandhaltung und Wartung.

Der Verein „Haus und Grund Rheinland“ lehnt diesen Plan jedoch ab. „Wir haben immer Ja zu Rauchmeldern, aber Nein zu einer gesetzlichen Verpflichtung zulasten der Vermieter gesagt“, betonte der Vorsitzende von Haus & Grund Rheinland, Prof. Peter Rasche. „Die Belastungsgrenze für Vermieter ist in der Summe aller gesetzlichen Verpflichtungen erreicht“, fügte Rasche an. „Zudem soll jeder Bürger selbst entscheiden, welcher Sicherheitsstandard ihm beim Rauchmelder wichtig ist.“ Zudem hinterfragt der Verein auch, ob eine fachgerechte Montage erforderlich ist. Denn Rauchmelder sind in der Regel leicht zu installieren. Das könnte auch von Laien erledigt werden.

Anstelle des Vermieters sollten die anfallenden Kosten vom unmittelbaren Wohnungsbesitzer – also der Selbstnutzer oder der Mieter – für Installation und Wartung aufkommen.

Ein Vertreter von „Haus und Grund an der Niers“, Uwe Benner, stimmt seinem Kollegen im Rheinland nicht zu. Benner hält die Kostenverteilung für angemessen. „Der Vermieter ist für die ordnungsgemäße Ausstattung der Wohnung zuständig. Und wenn Rauchmelder künftig zur Ausstattung gehören, muss er diese eben installieren“, sagt der Rechtsanwalt. Die Kosten sollten jedoch nicht allein vom Vermieter getragen werden, da der Mieter ja von den Rauchmeldern profitiere.

„Auf beiden Seiten müssen keine Unsummen ausgegeben werden, da sich Anzahl und Preis für die Rauchmelder im Rahmen halten“, sagt Benner.

Der Mieterbund NRW begrüßt die Regelung auch. „Dieses Modell ist von allen zur Diskussion gestellten Varianten die fairste“, sagt Bernhard von Grünberg, Vorsitzender des Mieterbundes in der Mitteilung.

Die örtlichen Feuerwehren begrüßen die Pflicht. Ihnen ist es egal, wer was zahlt. Reiner Gilles, der stellvertretende Kreisbrandmeister, ist erleichtert, dass die Rauchmelderpflicht durchgesetzt wurde und die kleinen Lebensretter nun in vielen Privatwohnungen zu finden sein werden. „Wir machen uns im Wege des präventiven Brandschutzes schon lange für den Einbau von Rauchmeldern in Wohnungen stark“, sagt Reiner Gilles. Auf seinen Einsätzen habe er festgestellt, dass es einen großen Unterschied an Schadensfällen zwischen Wohnräumen mit und ohne Rauchmelder gibt. Schäden fallen in Wohnungen mit Rauchmelder wesentlich geringer aus, meint Gilles. „Die Bewohner werden durch den Alarm frühzeitig gewarnt und können uns schnell informieren“, sagt Gilles. „Bei einem Entstehungsbrand haben wir immer noch die effektivsten Löschmöglichkeiten.“

Quelle: http://www.rp-online.de; Foto; © YuI – Fotolia.com

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Sebastian Fischer

Sebastian Fischer ist seit 2009 im Onlinehandel mit Schwerpunkt Sicherheitstechnik und Brandschutzprodukte tätig. Seit 2011 Geschäftsführer und Inhaber der Firma Rauchmelder-Experten.de, ist er mit Herz und Seele im Bereich privater und gewerblicher Brandschutz unterwegs. Natürlich ist hat er die Zertifizierung zur Fachkraft für Rauchwarnmelder erfolgreich absolviert und erneuert diese regelmäßig. Mit Projekten wie www.buschi-wird-feuerwehrmann.de versucht er, das Thema Brandprävention auch im Umfeld von Kinder zu etablieren.

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