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Rauchmelderpflicht in Baden-Württemberg

Wie die Pressebox berichtet, soll im kommenden Jahr nun auch für Baden-Württemberg eine Rauchmelderpflicht eingeführt. Bereits im Koalitionsvertrag der grün-roten Landesregierung wurde eine Rauchmelderpflicht vereinbart. Auf der nächsten Kabinettsitzung, die noch diesen Monat gehalten wird, soll sie endgültig beschlossen werden. Die Pflicht soll allerdings anfangs nur für neu gebaute Wohnungen und nicht für Bestandsbauten gelten.

Feuerwehren und der Fachverband Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg haben die Installation der kleinen Lebensretter schon lange gefordert. Als die Landesbauordnung 2010 erneuert wurde, entschied sich die Regierung allerdings gegen die Installationspflicht. Man setzte stattdessen auf die Eigenverantwortung der flagge-bwBürger.

Fälschlicherweise wird oft angenommen, dass die meisten Brände durch Fahrlässigkeit entstehen. Doch weit öfter lösen technische Defekte Brände aus. In Privathaushalten können Rauchmelder in dieser Situation Leben retten. Immer noch sterben in Deutschland jährlich rund 500 Menschen an den Folgen eines Brandes. Rauchmelder haben schon viele Leben gerettet. Vor allem wenn nachts der Geruchsinn ausgeschaltet ist, warnt der laute Piepton des Rauchmelders vor der Gefahr. Denn viel gefährlicher als die Flammen ist der Rauch. Die Mehrheit der Brandopfer erliegt nicht den Wunden der Verbrennung sondern erstickt schon viel früher an den giftigen Rauchgasen.

Moderne Rauchmelder für Privathaushalte basieren auf dem optischen Prinzip. Das heißt, ein Prüf-Lichtstrahl wird regelmäßig in einer Messkammer ausgesendet. In der Kammer ist eine Fotolinse. Im Normalfall trifft auf diese Linse kein Licht. Tritt jedoch Rauch in de Kammer, wird das Licht durch Rauchpartikel gestreut und ein Teil dieses Streulichtes fällt auf die Fotolinse. Geschieht dies, löst der Alarm aus. Der Rauchmelder reagiert auf warmen und kalten Rauch.

Ein Mehr an Sicherheit bieten Rauchmelder, die vernetzbar sind, mit Kabel oder per Funk. Löst ein vernetzter Rauchmelder aus, tun es ihm alle Melder im Verbund gleich. Sollte man den Rauchmelder im Dachgeschoss also nicht hören, weil man sich im Keller befindet, warnt auch der Melder im Keller vor der Gefahr und den Bewohner ist die Möglichkeit gegeben das Haus rechtzeitig zu verlassen.

Dabei müssen gute Rauchmelder nicht teuer sein. Vielmehr als auf den Preis sollte man auf die Zulassungen und Zertifizierungen der Geräte achten. Die VdS-Zulassung ist ein Garant für ein gutes Produkt. Zudem erfüllt es die Forderungen der Versicherer.

Mehr Informationen über die Rauchmelderpflicht in Baden.Württemberg und den anderen Budensländern finden Sie hier.

Quelle: http://www.pressebox.de

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Sebastian Fischer

Sebastian Fischer ist seit 2009 im Onlinehandel mit Schwerpunkt Sicherheitstechnik und Brandschutzprodukte tätig. Seit 2011 Geschäftsführer und Inhaber der Firma Rauchmelder-Experten.de, ist er mit Herz und Seele im Bereich privater und gewerblicher Brandschutz unterwegs. Natürlich ist hat er die Zertifizierung zur Fachkraft für Rauchwarnmelder erfolgreich absolviert und erneuert diese regelmäßig. Mit Projekten wie www.buschi-wird-feuerwehrmann.de versucht er, das Thema Brandprävention auch im Umfeld von Kinder zu etablieren.

10 comments

  1. Peter Robitzsch

    Rauchmelder sind ja sicher wichtig und schön – aber wenn die Bedienungsanleitung nur mit Lupe zu lesen ist und für das „verbinden“ vernetzter Rauchmelder mindestens 2 Hände erforderlich sind – frage ich mich -„wer schläft da selig“.

    Eine lesbare Bedienungsanleitung -möglichst mit 10 Punkt-Schrift- wäre ein gutes Werbeargument.

    • Sehr geehrter Herr Robitzsch,

      sicher eine gute Idee den Herstellern eine Beidienungsanleitung in grösser Schriftgrösse nahezulegen. Gerne geben wir diesen Impulse weiter. Welche Rauchmelder haben Sie gekauft, dass Sie 2 Hände benötigen zur Vernetzung?

      • Peter Robitzsch

        Flamingo FA20RF,
        4 Stück gekauft- 2 sind schon wieder außer Betrieb – haben nur gepiepst auch Batteriewechsel hat nichts gebracht.
        Übrigens Klebepads für die Anbringung sind wenig geeignet, der Untergrund muß extrem glatt sein oder es droht Absturzgefahr.
        Alternativ habe ich auch über eine Variante mit 10-Jahresbatterie nachgedacht, aber bei 5-6 Räumen + 4 Fluretagen wird das ein aufwändiges Unternehmen. Insgesamt erscheint mir das Rauchmelderthema noch sehr unausgereift. Abwarten auf bessere Entwicklungen ist aber auch keine Lösung.

        • Sehr geehrter Herr Robitzsch,

          das Rauchmelderthema ist nicht wirklich unausgereift. Leider haben Sie, offensichtlich im Baumarkt, keine wirklich gute Beratung bekommen. Ein Funkrauchmelder der so teuer ist wie ein durchschnittlich guter Stand-Alone Rauchmelder, hat eben leider seine Defizite. Grundsätzlich raten wir in unserem Shop auch von der Montage mittels Klebe- oder Magnetpad bei diesem Rauchmelder ab, da dieser aufgrund der hohen Anzahl an Batterien (4) einfach deutlich schwerer als alle anderen ist. Bei der Suche nach einem besseren Modell helfen wir Ihnen gern.

  2. dietmar schilt

    Hallo Herr Fischer,
    ist die Rauchmelderpflicht schon beim Gesetzgeber durch oder immer noch in der Warteschleife? Vielleicht muss erst einPolitiker oder dessen Familie im Brandrauch umkommen?

    • Leider gab es bisher nur Diskussion und Entwürfe im Landtag von Baden-Württemberg. Eine Pflicht, mit einer ungewöhnlich kurzen Übergangszeit (1 Jahr) soll Ende des Jahres beschlossen werden. Schauen wir mal!

  3. Guten Tag Herr Fischer,
    im Netz fand ich unterschiedliche Angaben zur Verpflichtung- ist es richtig dass Bestandsbauten in BW ab 1.1.15 mit RM ausgestattet werden müssen ? wer trägt in Mietwohnungen dann die Durchführungs- und Wartungsverantwortung ?
    Der Vermieter ? der die Kosten dann ja auf den Mieter umlegen wird, diese werden ggF nicht gering sein da sicher Servicefirmen in grossen Mietgebäuden diese Arbeiten übernehmen werden.
    Oder kann der Vermieter die Verantwortung durch eine Regelung im Mietvertrag oder durch einen Zusatzvertrag an den Mieter weitergeben? – sieht zunächst nach Abwälzen aus, wäre aber sicher praktikabler und für den Mieter als Endnutzer kostengünstiger.
    Die regelmässige Funktionskontrolle kann ja nur durch den Mieter durchgeführt werden.

    • Guten Tag Frau Flaig,

      ja, die Übergangsfrist für Bestandsbauten gilt bis zum 01.01.2015. Verantwortlich für den Einbau der Rauchmelder ist der Eigentümer (Vermieter) des Hauses/ der Wohnung, für die Wartung, d.h. Batteriewechsel, regelmäßige Test des Rauchmelders und Wartung ist der Bewohner/Mieter verantwortlich. Dies gilt nicht, wenn vereinbart wird, dass der Eigentümer die Wartung übernimmt.
      Sie können das auch in der Landesbauordnung für BW nachlesen (§15 (7)).

      Viele Grüße
      Ihr Rauchmelder-Experten-Team

  4. müller Karl-Heinz

    Hallo,
    wo bekommt man die genauen Bestimmungen, Ausführungen und Anwebungen her? Verantwortungen und Handhabungen zwischen Vermietern und Mietern?
    Vorab vielen Dank
    Mit freundlichen Grüßen
    Karl-Heinz Müller

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