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Rapex stuft Chick-a-Dee Rauchmelder als ernsthafte Gefahr ein

Die Europäische Kommission unterhält ein System mit dem Namen Rapex (Rapid Exchange of Information System). Dieses System ist ein Schnellwarnsystem der EU für den Verbraucherschutz. Über RAPEX werden Informationen aus den Mitgliedsstaaten über gefährliche oder potentiell gefährliche Verbrauchsgüter (ausgenommen Lebensmittel und pharmazeutische Produkte sowie Medikamente) ausgetauscht. Darunter fallen beispielsweise Produkte wie Kleidung, Schuhe und auch Rauchmelder. 

In den vergangenen Wochen wurde der Rauchmelder Chick-a-Dee dort als ernsthafte Gefahr eingestuft. Die Begründung für diese Einstufung ist laut Rapex, dass der Rauchwarnmelder nicht empfindlich genug sei um den Brandrauch frühzeitig genug zu erkennen und die Alarmlautstärke zu gering sein. 

In den vergangenen Monaten sorgten Melder, wie der Chick-a-Dee, durch ihr extravagantes Design immer wieder für Schlagzeilen. Letzten Endes sollte man jedoch nicht vergessen, dass ein Rauchmelder in erster Linie ein Lebensretter sein soll und kein Spielzeug.

Link: Rapex Miteilung

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Sebastian Fischer

Sebastian Fischer ist seit 2009 im Onlinehandel mit Schwerpunkt Sicherheitstechnik und Brandschutzprodukte tätig. Seit 2011 Geschäftsführer und Inhaber der Firma Rauchmelder-Experten.de, ist er mit Herz und Seele im Bereich privater und gewerblicher Brandschutz unterwegs. Natürlich ist hat er die Zertifizierung zur Fachkraft für Rauchwarnmelder erfolgreich absolviert und erneuert diese regelmäßig. Mit Projekten wie www.buschi-wird-feuerwehrmann.de versucht er, das Thema Brandprävention auch im Umfeld von Kinder zu etablieren.

5 comments

  1. Die nachträglich eingebauten Rauchmelder lösen insbesondere in Seniorenheimen, im betreuten Wohnen, ständig Fehlalarme aus, so die bundesweite Erfahrung. Hunderte von Fehlalarmen stumpfen ab. Wehe wenn es wirklich brennt! Aufklärung und Brandschutz ja, aber hunderte Fehlalarme bewirken das Gegenteil. Automatische Herdabschaltung und Überwachung, Dunst- und Rauchabzug, Springleranlagen, Rauch- und Brandmelder die echten Brand und Brandrauch auch zuverlässig erkennen.

    Itzehoe | BMA. Drei Buchstaben, die die Mitglieder der Itzehoer Feuerwehr von der Arbeit weg reißen, aus der Freizeit oder gar aus dem Bett. BMA steht für Brandmeldeanlage, und wenn der Alarm kommt, dann müssen die Helfer dorthin eilen. Ärgerlich, wenn es dann nur ein technischer Defekt war. Mehr als ärgerlich, wenn es ständig vorkommt. Feuerwehr musste in diesem Jahr schon 20 Mal zum Haus an der Stör ausrücken.
    Ilmenau: Stadtbrandmeister Eckhard Gille spricht von 31 Fehlalarmen 2010 wegen auslösender Brandmelder …

    usw.usf.

    Beispiel einer Einsatzmeldung aus Baden-Württemberg. Das Dutzend ist längst voll!:
    Am 09.07.2012 wurde die Feuerwehr xxxxxx um 8:29 Uhr in die xxxx Straße gerufen. Dort hatte die Brandmeldeanlage eines Altenheims ausgelöst. Wie sich herausstellte war dies durch eine Rauchentwicklung bei der Nutzung einer Küchenzeile geschehen. Die Feuerwehr xxxx war mit zwei Fahrzeugen und 18 Mann im Einsatz, zudem war vorsorglich die Feuerwehr aus xxxxx mit drei Fahrzeugen auf der Anfahrt, musste aber nicht tätig werden.

    Die Einzimmerwohungen sind mit einer Kochnische ausgestattet. Die Bewohner können sie nicht mehr bestimmungsgemäß nutzen. Wenn angeröstete Zwiebel, heisse Würstchen, Tee, Kaffee, aufgewärmte Wurstspatzen oder angebratener Leberkäse derartige Feuerwehreinsätze auslösen, dann sind die technischen Einrichtigung schlicht ungeeignet und für die Fehlalarme ursächlich. Es geht um die betagten Bewohner, für die die Fehlalarme und die Feuerwehreinsätze ein Trauma darstellen und zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.

    Es handelt sich um eine undifferenzierte und fehlerhaft geregelte staatlich sanktionierte Rauchmelderabsatzförderung. Der Brandschutz ist keine Frage und unverzichtbar, aber nicht mit unbrauchbaren Mitteln und ungeeigneten Lösungen.

    So kann das nicht weitergehen!
    Bei dieser Entwicklung wird sicher bald eine Fehlalarmversicherung angeboten werden. Es gibt Fälle, da wurden mehrere Hundert Euro von der Feuerwehr in Rechnung gestellt; und und und ..
    …Batterie schwach, es pipst. Bewohner im Urlaub. Nachbar ruft die Feuerwehr. Türe gewaltsam geöffnet. Es bleiben Kosten ohne Ende und der Schaden dazu. Keiner haftet, keiner zahlt!

    Es gibt keine einheitlichen Regelungen. Ortssatzungen regeln die Kostenberechnung der Feuerwehr auch in Baden-Württemberg völlig unterschiedlich. Wer haftet und wer zahlt ist völlig offen und man darf würfeln.

    Es ist nichts wirklich geregelt, aber der Installationszwang einer unausgereiften Technik ist schon mal festgelegt. Ein insgesamt völlig unhaltbarer Zustand. Eine weiteres Ärgernis für die Bürger und eine Arbeitsbeschaffung für Rechtsanwälte und Gerichte. Schutz, Vorbeugung und Vorsorge ja, aber nicht so!

    • Sehr geehrte Frau Civic,

      leider werfen Sie hier 2 Sachen zusammen. BMA haben nichts mit der Rauchmelderpflicht zu tun. Hier unterscheidet man ganz klar zwischen Rauchwarnmeldern und Brandmeldern. In Ihrem erwähnten FaLl hat der Brandmelder genau das getan wofür er gebaut wurde. Er hat Raucht erkannt und gemeldet.

      In Bezug auf Fehlalarme bei Rauchwarnmeldern liegt das Problem meist in den gekauften Modellen. Während preisgünstige Meldern aufgrund ihrer Bauart meist deutlich mehr Fehlalarme produzieren, sind höherwertige Modelle deutlich besser in der Lage einen echten Brand zu erkennen.

      Es handelt sich um eine undifferenzierte und fehlerhaft geregelte staatlich sanktionierte Rauchmelderabsatzförderung.

      Warum sollte das so sein? Welches Interesse hat hier das Bundesland?

      Es gibt Fälle, da wurden mehrere Hundert Euro von der Feuerwehr in Rechnung gestellt; und und und ..

      Ich kenne keine Fall bei dem die Feuerwehr bei einem begründeten Verdacht eine Rechnung ausgestellte hat!

      Grundsätzlich verstehe ich Ihren Ärger über eine gesetzliche Pflicht zur Montage von Rauchmeldern, aber auf welchen Informationen hinsichtlich Fehlalarmen, Regelungen… basiert Ihr Kommentar?

      • Sehr geehrter Herr Sebastian Fischer,

        Sorry, die späte Antwort, leider habe ich erst jetzt die Seite wieder aufgerufen. Sie haben das nicht richtig verstanden, es geht nicht um Ärger über eine gesetzliche Pflicht. Wenn sie Sinn macht und den Zweck erfüllt geht das voll in Ordnung. Es geht hier aber um die Folgen einer unausgorenen und nicht ausgereiften Technik, die undifferenziert eingesetzt wird. Bei Gefahr soll Alarm gegeben werden und so Sicherheit geschaffen werden. Photoelektrische „Rauchmelder“ schlagen aber häufig Alarm ohne das eine Gefahr gegeben ist. Die seit der Installation zunehmenden Fehlalarme führen nicht zu mehr Sicherheit, im Gegenteil, sie haben auch noch andere negative Auswirkungen.

        Die optischen bzw. photoelektrischen sogenannten Rauchmelder reagieren nicht nur auf Rauch. Die Melder wittern und erkennen keinen Rauch, sie lösen bei jedem Dunst wie Dampf einen Alarm aus. Das ist doch im Beitrag ausführlich beschrieben. In den betreuten Einzimmerwohnungen mit Kochnische und Herdplatten werden solche von den Heimleitungen in Auftrag gegeben und „Rauchmelder“ „pflichtgemäß“ nachgerüstet und mit der BMA verbunden. Das wars dann. Dunstabzug über den Herdplatten Fehlanzeige. Der Dunst und Dampf vom Kochen zieht zwangsweise am „Rauchmelder“ vorbei zur Terassentüre. Dutzende Fehlalarme sind die Folge. Geeignet wären hier im Gegensatz zu den Fluren nur Hitzemelder bzw. Kohlenmonoxid-Melder.

        In den einschlägigen Broschüren ist zu lesen, dass man den betagten Bewohnern soviel Selbständigkeit wie möglich erhalten möchte. Jetzt werden die Kochplatten aus Angst vor Fehlalarmen nicht mehr genutzt. Die Vollverpflegung liefert jetzt die angegliederte Heimküche. Tolle Wirkung!

        Schon mal was von Lobbyarbeit gehört. Das Interesse liegt nicht beim Bundesland sondern beim Vertrieb und der Herstellung solcher Geräte. Die Politik wird getrieben.

        Mag sein, dass Sie keine Rechnungen kennen, es gibt sie trotzdem! Ich kenne welche, ausgestellt vom Bürgermeisteramt als Kostenrechnung für den Feuerwehrfehleinsatz (Personal, Fahrzeuge und Geräte). Empfänger: Bewohnerin im betreuten Wohnen wegen angeblich schuldhaft vergessenem Essen auf dem Herd. Ein Brand ist dabei so gut wie ausgeschlossen und „Vergessen“ nicht möglich, da die Herdplatten mit einer kurzfristigen automatischen Abschaltung versehen ist. Man müsste schon den betreffenden Schalter ständig drücken.

        Die Auswirkungen dieser Melderpflicht müssen Menschen ertragen, die sich dagegen kaum wehren können.

        Keine Frage, Sicherheit ist unverzichtbar, die Fehlalarme dieser unausgegorenen Technik bei oft falscher Montage tragen nicht dazu bei. Ein Gesetz oder eine Verordnung sind schnell geschrieben und in Kraft gesetzt. Kümmert sich die Politik um die sachgerechte Umsetzung, um die Folgen? Wird die Wirkung und der Nutzen überprüft?

        • Sehr geehrte Frau Civis,

          Sie vermischen hier verschiedene Sachen. Rauchmelder einer Brandmeldeanlage (BMA) haben nichts mit der Rauchmelderpflicht zu tun. Gar nichts! Das alle Rauchmelder zu Fehlalarmen neigen ist ebenso wenig korrekt. Wenn ich mir einen billigen Baumarkt-Rauchmelder kaufe bekomme ich eben nicht die gleiche Leistung als wenn ich mir einen guten Rauchmelder für ca. 20 Euro kaufen. Hier liegen zwischen beiden Meldern Meilen an Zuverlässigkeit. Neben der Qualität der Melders spielt jedoch auch die Wahl des korrekten Montageortes eine wesentliche Rolle. Falsch montierte Melder werden natürlich Probleme verursachen.

          Hitze- oder Kohlenmonoxidmelder sind kein Ersatz für Rauchmelder. Während ein Hitzemelder bei Temperaturen um 60 Grad auslöst, reagiert eine Kohlenmomoxidmelder eben nur auf Kohlenmonoxid. Wenn ein Hitzemelder in einer Einraumwohung auslöst, ist der Bewohner mit ziemlicher Sicherheit schon der Brandrauchvergiftung erlegen.

          Und sicher gibt es Lobbyarbeit, so wie in vielen anderen Bereichen eben auch. Das zu bestreiten wäre unsinnig. Aber hilft Sie nicht auch Menschenleben zu retten?

  2. Sorry, der Beitrag gehört zu Rauchmelderpflicht Baden-Württemberg.

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